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„Die Ehrenamtlichen sind die Helden unserer Gesellschaft“

Kunstturnlegende Eberhard Gienger, sportpolitischer Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, sprach auf dem Neujahrsempfang der CDU Rhein-Neckar zum Thema Ehrenamt

Kunstturnlegende Eberhard Gienger, sportpolitischer Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, sprach auf dem Neujahrsempfang der CDU Rhein-Neckar zum Thema Ehrenamt

Sinsheim. Über 5.000 Fallschirmsprünge hat Eberhard Gienger bereits absolviert, am vergangenen Mittwochabend schaffte der CDU-Politiker, der seit 2002 als Abgeordneter den Wahlkreis Neckar-Zaber im Deutschen Bundestag vertritt, wiederum eine Punktlandung – in den Herzen der weit über 180 Gäste des Neujahrsempfangs der CDU Rhein-Neckar. Auf Einladung von Dr. Stephan Harbarth MdB, Kreisvorsitzender der CDU Rhein-Neckar, sprach Gienger im Sinsheimer Auto & Technik-Museumsrestaurant auf sehr unterhaltsame Weise zu dem Thema „Die Bedeutung des Ehrenamtes in unserer Gesellschaft“.

„Willst Du froh und glücklich leben, laß kein Ehrenamt dir geben! Willst du nicht zu früh ins Grab, lehne jedes Amt gleich ab! So ein Amt bringt niemals Ehre, denn der Klatschsucht scharfe Schere, schneidet boshaft Dir, schnipp-schnapp, Deine Ehre vielfach ab“, zitierte Gienger auszugsweise aus einem bekannten Gedicht, das Wilhelm Busch zugeschrieben wird. „Um es deutlich zu sagen: Das sehe ich ganz anders“, so der Vorsitzende der Arbeitsgruppe Sport und Ehrenamt der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, und erläuterte mit Blick auf die Sportvereine Deutschlands: „Rund 28 Millionen Menschen sind Mitglied und engagieren sich in den über 91.000 ehrenamtlich geführten Sportvereinen.“

Ob im sportlichen, sozialen, kulturellen Bereich oder beispielsweise auch angesichts der mit der Asyl- und Flüchtlingspolitik verbundenen Herausforderungen: „Die Ehrenamtlichen sind die Mitte unserer Gesellschaft, sie sind die Helden unserer Gesellschaft.“

Im Jahre 1999 seien 34 Prozent der deutschen Bevölkerung ehrenamtlich tätig gewesen, 2004 und 2009 jeweils 36 Prozent. „Das Ausland ist neidisch auf unser Ehrenamtssystem in Deutschland“, ist der Weltmeister am Reck von 1974 und 36-malige deutsche Meister im Kunstturnen überzeugt. Hinsichtlich des wirtschaftlichen Faktors wies Gienger, in dessen Biografie auf der Internetseite des Deutschen Bundestages unter anderem „Quereinsteiger, seit Oktober 2001 Mitglied der CDU“ steht, darauf hin, dass die Millionen ehrenamtlich Tätigen in Deutschland ein »Ehrenamtssozialprodukt« von etwa 50 Milliarden Euro jährlich erwirtschaften: „Der Staat könnte das gar nicht leisten, das ist ein Sechstel des Bundeshaushaltes.“

Geändert habe sich ein bisschen die Einstellung derjenigen, die heutzutage ein Ehrenamt übernähmen: „Die Menschen wollen sich engagieren, möchten aber gerne einen abgeschlossenen Zeitraum.“ Gienger führte unter anderem mit Blick auf die Übungsleiterpauschale und auf Haftungsfragen auf, welche Maßnahmen die Politik bisher unternommen habe, um das Ehrenamt zu unterstützen und zu würdigen. Dies solle fortgesetzt werden. Hinsichtlich des Abbaus bürokratischer Hürden bat der CDU-Bundestagsabgeordnete auch um entsprechende Hinweise und stellte auf seine sympathische Art fest: „Tatsächlich wurden über 700 Gesetze abgeschafft. Das Problem ist nur, dass 1.000 neue hinzugekommen sind.“ Mit auswendig vorgetragenen heiteren Gedichten von Eugen Roth („Beherzigung“ / Vereinsvorstand) und Joachim Ringelnatz („Fußballwahn“) beendete Eberhard Gienger MdB seine Rede, die großen und langanhaltenden Applaus erntete.

Dr. Stephan Harbarth MdB hatte zu Beginn des Neujahrsempfangs zahlreiche Ehrengäste begrüßt, ließ in seinem Grußwort das Jahr 2015 Revue passieren und blickte auf die Herausforderungen des Jahres 2016. Bezüglich der sogenannten „Flüchtlingskrise“ stellte der CDU-Parlamentarier fest, dass man Schutzsuchenden aus christlicher Verantwortung heraus helfen müsse. Zur Realität gehöre aber auch, dass es nach seiner Überzeugung nicht möglich sei, in diesem Jahr nochmals eine Million Flüchtlinge aufzunehmen. Harbarth: „Aufgabe von Politik kann es nicht sein, einfach zu sagen, dann ist es eben so.“

Am Ende der Veranstaltung sprach Landtagskandidat Dr. Albrecht Schütte (Wahlkreis Sinsheim), der seit Jahrzehnten bei der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft e.V. (DLRG) ehrenamtlich tätig ist und im Schwimmen ausbildet, Eberhard Gienger MdB seinen Dank aus und betonte: „Die CDU ist die Partei des Ehrenamts, Baden-Württemberg ist das Land des Ehrenamts.“

Ebenso dankte Schütte der CDU-Landtagsabgeordneten Elke Brunnemer, dass auch auf ihre Initiative hin der Sport in den Artikel 3c („Der Staat und die Gemeinden fördern das kulturelle Leben und den Sport unter Wahrung der Autonomie der Träger.“) der baden-württembergischen Landesverfassung aufgenommen worden sei. Für einen ansprechenden musikalischen Rahmen sorgten Anna Maria Münch, Johannes Wagner und Andreas Schuler von der Musikschule Sinsheim. (Text/Fotos: Matthias Busse)

 

Zuletzt aktualisiert am Samstag, den 23. Januar 2016 um 15:37 Uhr