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| „Kunst und Kultur ist kein Vorrecht der Metropolen“ |
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Gelungener Neujahrsempfang der CDU Rhein-Neckar im Auto & Technik MUSEUM SINSHEIM / Rede von Staatsminister Bernd Neumann: "Im Bund mit der Kultur"
Sinsheim. Rund 200 Gäste konnte der Kreisvorsitzende der CDU Rhein-Neckar und Bundestagsabgeordnete des Wahlkreises Rhein-Neckar, Dr. Stephan Harbarth, in der Ausstellungshalle des Auto & Technik MUSEUMS SINSHEIM begrüßen. Anlässlich des Neujahrsempfangs des CDU-Kreisverbandes freute sich Harbarth über den Besuch des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Staatsminister Bernd Neumann MdB, und hieß ihn zusammen mit der Landtagsabgeordneten des Wahlkreises Sinsheim, Elke Brunnemer, herzlich willkommen. „Das Auto & Technik MUSEUM SINSHEIM ist Geschichte und Kultur in einzigartiger Präsentation“, zeigte sich Kulturstaatsminister Neumann dann auch in seiner Rede begeistert von den Örtlichkeiten, „ein großer Dank und damit gleichzeitig eine Gratulation gerade auch an die Familie Layher, die dieses einmalige Schaufenster in die Entwicklung der Technik möglich macht.“
Doch zunächst zog Dr. Stephan Harbarth MdB ein kurzes Resümee des Jahres 2011. Der 40-jährige Abgeordnete ging dabei auf die europäische Schuldenkrise ein und warb für den soliden und nachhaltigen Kurs der Bundesregierung. Man habe in der christlich-liberalen Koalition hohe Wirtschaftskompetenz bewiesen. „Kein anderes Land steht nach der Krise der letzten Jahre so gestärkt da wie Deutschland“, betonte der CDU-Kreisvorsitzende. Man habe die niedrigsten Arbeitslosenzahlen und gleichzeitig die meisten Menschen in Arbeit seit 20 Jahren. „Die CDU ist der Garant für wirtschaftliche Stabilität“, sagte Harbarth und blickte in diesem Zusammenhang auch auf die europäische Bühne: „Auch in Europa müssen wir deshalb eine starke Stimme für Stabilität und Nachhaltigkeit sein. Angela Merkel vertritt dabei die deutschen und die europäischen Interessen in exzellenter Art und Weise.“
Auch die veränderten politischen Verhältnisse im Stuttgarter Landtag durften bei dem Rückblick auf das vergangene Jahr nicht fehlen. Deutlich unterstrich Harbarth dabei die Notwendigkeit einer gut ausgebauten Infrastruktur: „Baden-Württemberg ist ein Land der Hochtechnologie und des Automobils. Wir brauchen eine verlässliche und nachhaltige Energieversorgung und Infrastruktur, um weiterhin ein Standort für erfolgreiche Industrieunternehmen, innovativen Mittelstand und Spitzenforschung zu bleiben. Ein Verkehrsminister, dessen verkehrspolitischer Horizont die Breite eines Radwegs hat, gefährdet aber unseren Standort und unsere Arbeitsplätze.“
Kulturstaatsminister Bernd Neumann MdB zollte dem Museum zum Einstieg seiner Festrede großen Respekt: „Eigentum verpflichtet – so heißt es im Grundgesetz. Und das ist hier von der Familie Layher und dem Verein grandios umgesetzt. Hier wird Geschichte, Technik und Kultur ausgestellt, sichtbar für jeden.“ Deutschland sei wegen solcher Beispiele das Land, welches die meisten kulturellen Angebote bis in die Fläche hinein vorweisen könne. „Kunst und Kultur ist kein Vorrecht der Metropolen“, stellte Neumann unmissverständlich klar. Daher habe er in den letzten sechs Jahren hart dafür gekämpft, damit trotz notwendiger Einsparungen im Gesamthaushalt der Kulturhaushalt jedes Jahr leicht erhöht wurde: „Das ist einmalig in Europa! Aber: Ausgaben für Kultur sind sinnvolle Investitionen in die Zukunft und keine Subventionen.“
Besorgnis äußerte Neumann über die Entwicklungen im Internet. Das geistige Eigentum sei eine der Grundvoraussetzungen für künstlerisches Wirken, dieses gelte es gerade auch im Internet zu schützen. Ebenso besorgt zeigte er sich über den Durchschnittsverdienst der Menschen im Bereich von Kunst und Kultur. Rund 13.000.- Euro im Jahr seien der Normalfall, dabei fehle oftmals noch ein adäquater Versicherungsschutz. Hier müsse es merkbare Verbesserungen der sozialen Umstände geben.
Als ein weiteres Aufgabenfeld skizzierte Neumann die Aufarbeitung der deutschen Geschichte. Dabei liege ein besonderes Augenmerk auf dem NS-Regime und der SED-Diktatur. Gräuel-Regime dürften nie wieder Wirklichkeit werden. „Wir wollen, dass unsere Jugend immun gegen Rechts- und Linksradikalismus ist“, fasste der Staatsminister das Ziel von Aufarbeitungs- und Aufklärungsarbeit zusammen.
Elke Brunnemer MdL dankte als stellvertretende CDU-Kreisvorsitzende und örtliche Landtagsabgeordnete allen Gästen für ihre Teilnahme. Viele Kulturschaffende und ehrenamtlich Tätige weilten unter den Besuchern, ferner auch die CDU-Landtagsabgeordneten Karl Klein und Georg Wacker wie auch zahlreiche Bürgermeister aus der Region und viele Parteifreunde. „Das ehrenamtliche Engagement sorgt gerade im ländlichen Raum für die Wahrung und Weitergabe der kulturellen Schätze“, betonte Brunnemer. „Unsere vielfältige Vereinslandschaft, Kirchen, Schulen und sogar Kindergärten legen die Saat, dass Kunst und Kultur bei uns so intensiv gelebt wird. Dieses menschliche Miteinander muss weiter gehegt und gepflegt werden. Dafür müssen wir uns in der CDU einsetzen. Lassen Sie uns dafür von diesem Empfang ein Signal aussenden.“ Abschließend dankte sie der Big Band der Musikschule Sinsheim, die mit Unterstützung der Bläservereinigung Sinsheim den Neujahrsempfang musikalisch umrahmte. Brunnemer betonte in diesem Zusammenhang auch den großen Stellenwert der Musik: „Musik transportiert Kultur und ist gleichzeitg ein Teil von ihr.“
Ein organisatorischer Dank galt Claudia Schäfer, die maßgeblich zum guten Gelingen des Neujahrsempfangs beigetragen hatte. Staatsminister Bernd Neumann bekam von Elke Brunnemer ein Buch über die Geschichte, Kultur und Landschaft des Kraichgaus überreicht, verbunden mit dem Dank der CDU Rhein-Neckar für sein Kommen. (Schmitt/Busse / Fotos: © Busse) Weitere Impressionen:
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